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Winfried vom Hofe
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Unternehmen mit profitablem Service
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Wie kann man Unternehmen als Ganzes und Serviceorganisationen im Speziellen mit einer Prozess- und IT-Anwendungsinfrastruktur ausstatten, die einerseits ihre Effizienz erhöht und ihnen gleichzeitig die Flexibilität für nötige Veränderungen ermöglicht? Erodierende Produktmargen stellen viele Unternehmen heute vor gravierende Probleme. Diesen mit Kostensenkungen in der Produktentwicklung und -herstellung zu begegnen, ist nur begrenzt möglich. Um auf Dauer profitabel zu bleiben, müssen Unternehmen – wo möglich – mit Dienstleistungen Geschäft generieren. Dies ist im Grunde nichts Neues. Bei vielen Unternehmen mangelt es aber an der konsequenten Umsetzung. Es liest sich eindrucksvoll, dass es Unternehmen gelingt, über die Hälfte des Umsatzes und Dreiviertel des Gewinns mit Dienstleistungen zu erwirtschaften. Aber dies setzt eine langjährige und konsequente Entwicklung des Geschäftsmodells voraus. Strategische Optionen für ein Unternehmen Eine wesentliche Erfolgsvoraussetzung ist die Anerkennung des Service als geschäftstragende Business Unit. In vielen Unternehmen wird z.B. der Kundendienst als reiner Kostenträger gesehen, der die Arbeit für Gewährleistungen zu erbringen hat, die durch die Eskalation der Produktinnovationszyklen und den Marktdruck immer umfangreicher werden. Aber selbst daran kann eine Serviceorganisation effizient und profitabel arbeiten, wenn sie mit straff organisierten Prozessen operiert. Ein effizientes DV-System ist hierbei von wesentlicher Bedeutung.
Wenige strategische Vorhaben stellen Unternehmen vor solche Herausforderungen wie die Einführung eines integrierten Kundenbeziehungsmanagements. Der englische Terminus CRM (Customer Relationship Management) birgt seit längerem einige negativ belegte Aspekte – vor allem weil er mit einer komplexen IT-Implementierung und hohen Anforderungen an Change Management besonders im Vertrieb verknüpft wird. Wenn CRM aber als ganzheitliche Implementierung in überschaubaren und zugleich konsequenten Umsetzungsschritten verstanden wird, birgt es ein enormes Potenzial zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Dies verlangt zwingend die Einbeziehung des After Sales Service – früher oder später. Eine unternehmensübergreifende Implementierung umfasst neben dem IT-System vor allem Prozessinnovation als treibende Kraft zur Erhöhung der Schlagkraft am Markt.
Der Service ist viel öfter beim Kunden vor Ort als der Vertrieb. Er bekommt durch seine Einsätze Einblicke beim Kunden, die der Vertrieb in der Form nie gewinnen kann. Der Service ist essenzieller Teil der Wertschöpfungskette bis zum Kunden – und darüber hinaus: Welchen Beitrag leistet ein Unternehmen zur Wertsteigerung der Kunden seines Kunden?. Diese Stärken lassen sich mit Weitblick und konsequenter Umsetzung in strategische und taktisch/operative Maßnahmen für die nachhaltige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens nutzen. topIn den Serviceorganisationen stellen sich eigene Herausforderungen. Die Bereiche sind zwar meistens gut durchorganisiert. Doch viele Prozesse sind intransparent und leiden an Medienbrüchen im Informationsfluss, vieles bedingt durch den mobilen Außendienst. Profitables Geschäft wird aber nur mit straff geführten Prozessen gemacht. Eine Antwort auf mangelnden Durchgriff in einer Organisation ist es häufig, die Kontrollmechanismen zu intensivieren. Das macht je nach Situation durchaus Sinn. Allerdings läuft diese Maßnahme einer meist ebenso gewünschten Steigerung der Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter entgegen. Ein erfolgreiches Unternehmen findet eine ausgewogene Balance zwischen Steuerung, Informationsflüssen und Eigenverantwortlichkeit. IT-Lösungen sind speziell in diesem Fall nur "Enabler". Geht man interdisziplinär mit einem geplanten Effizienzsteigerungsprogramm um, ergänzen sich die Ergebnisse statt sich gegenseitig zu kompensieren.
Zwei weitere Aspekte gehen mit verbesserter Integration von Informationsflüssen einher - beide bauen auf aktuellen Möglichkeiten der Informationstechnologie auf: Alle Serviceorganisationen kämpfen um die Aufrechterhaltung des Know-hows der Servicemannschaft, die sich durch die verkürzten Produktlebenszyklen kontinuierlich steigenden Anforderungen gegenüber sieht. Damit einher geht eine zunehmende Komplexität ineinander übergreifender Systeme. Sehr brauchbare Lösungsansätze lassen sich in konsequenten überschaubaren Schritten erfolgreich umsetzen. Speziell im Service mit seinen engen Beziehungen nach Außen bietet sich eine Integration von Kunden und Subkontraktoren in eine mehrstufige Wertekette an. Damit wird eine Prozessintegration über Unternehmensgrenzen hinweg geschaffen. Moderne IT-Systeme erlauben dies und stellen damit ein erhebliches Potenzial zur Kostensenkung und zur Steigerung der Kundenbindung zur Verfügung.
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